Prost! – Gedanken zum Tag des deutschen Bieres

[singlepic id=14 w=200 h=331 float=left] So, es ist mal wieder soweit. Der Tag des Bieres wird heute gefeiert. Und da darf ich als Köbes, bzw. als erster Köbes überhaupt natürlich nicht fehlen.

Ursprung des heutigen Feiertages hat das deutsche Reinheitsgebot, das am 23. April 1519 seine Geburtsstunde erlebte. Unnötig zu erwähnen, dass ich damals live dabei war und maßgeblichen Anteil hatte, aber davon mal zur gegebenen Zeit mehr. Heute steht das Bier im Vordergrund und da wir ja hier in Köln sind, vor allem unser leckeres Kölsch.

Seit dem 23. April 1516 gilt per Gesetz: In unser Bier gehört nur Wasser, Hopfen und Gerste (die Hefe wurde erst später erwähnt, als man in der Lage war, Hefe herzustellen). Dieses älteste Lebensmittelgesetz der Welt feiern die deutschen Brauer Jahr für Jahr am 23. April.

Und wer hats erfunden, nein nicht die Schweizer. Es war Herzog Wilhelm IV und der Erlass ist längst ein Inbegriff für die Qualität deutscher Biere. Der bayerische Herzog Wilhelm IV. forderte vor 492 Jahren, dass zum Brauen nur wenige natürliche Zutaten verwendet werden dürfen. Der Grund dieser Bestimmung war, dass die Menschen im Lauf der Zeit auf die abenteuerlichsten Ideen gekommen, um ihrem Bier einen besonderen Geschmack zu verleihen oder um es haltbarer zu machen. Es wird vom Zusatz von Kräutern, von Ruß (für Dunkelbier), von Kreidemehl (um sauer gewordenes Bier wieder genießbar zu machen) und sogar von Stechapfel und Fliegenpilz als besonderer geschmacklicher Verfeinerung berichtet. Igitt, das geht ja gar nicht. Und das habe ich sogar schon getrunken – damals. Ich kann gar nicht mehr dran denken, was das für Zeiten waren.

Zum Glück ist das Deutsche Reinheitsgebot noch heute gültig. Das Deutsche Bier enthält auch im Jahr 2009 nur vier Zutaten (Wasser, Malz, Hopfen und Hefe). Was man immer noch bei vielen Genussmitteln nicht weiss, was sie tatsächlich enthalten, ist bei unserem guten Bier anders: Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Konservierungsstoffe. Vor allem bei den regelmäßig neuen Lebensmittelnskandalen hält sich die Bierindustrie beruhigenderweise sehr zurück. Hier weiss man noch was man hat. Generell gibt es eine große Vielfalt an Bieren, die in Deutschland gebraut werden, auch wenn das Kölsch natürlich über allen 5.000 Arten steht. Auch ich gehe ab und zu fremd und trinke sogar gerne ein Weizen oder ein amerikanisches Bier, aber nicht geht über ein frisch gezapftes Kölsch – mmh lecker!

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Wir kennen alle unser leckeres Kölsch – Ein helles, blankes (gefiltertes), hopfenbetontes und obergäriges Vollbier mit einer durchschnittlichen Stammwürze von 11,3% und einem Alkoholgehalt von durchschnittlich 4,9%. Die Kölsch-Konvention von 1985 regelt welches Bier sich „Kölsch“ nennen darf. In Köln hat das Bierbrauen Tradition, die bis ins Jahr 873 zurückreicht. Das Kölsch, das wir kennen und lieben, gibt es seit gut 100 Jahren.

Die Brauerei Sünner, warb bereits 1918 zum ersten Mal mit dem Begriff Kölsch. Die Brauerei hat seit 1860 ihren Sitz in Kalk. Wir kennen ja alle die Vorurteile von Touristen und Imis, die zum ersten Mal in Berührung mit Kölsch kommen. Das Glas ist viel zu klein und viel zu schnell leer und man merkt gar kein Alkohol. Aber bereits nach wenigen Gläsern, merken die Touristen, vor allem aus den USA den Alkohol und sind restlos vom Kölsch überzeugt. Na gut, es gibt auch Gruppierungen, die wohl nie ganz überzeugt werden. Da sind zum einen die Bayern, die der Meinung sind, das Biermonopol gepachtet zu haben und dass nichts über ein Weizen geht und dann haben wir natürlich ein Dorf, dass in der Nähe von Köln liegt und überhaupt keine Ahnung von Bier hat, denn sie trinken „altes“ Bier. Ansonsten können wir uns mit unserem stadteigenen Bier in der ganzen Welt durchaus behaupten. Welche Stadt hat schon ein eigene Biersorte und Sprache. Die Bayern und die Dörfler aus dem Neandertal sollen mal ganz ruhig sein. Letztendlich entscheidet wie immer der Geschmack und da geht natürlich kein Weg an unserem Kölsch vorbei. Wenn einer Vielfalt braucht, dann stehen ihm ja ca. 30 verschiedene Kölschmarken zur freien Auswahl bereit.

Wenn Ihr einen Grund für ein leckeres Kölsch braucht, dann habt Ihr Heute die perfekte Gelegenheit am Tag des Deutschen Bieres – Feiert mit.

Also dann mal Prost!

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